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Empfehlung zur Antibiotikatherapie

Bissverletzung - jegliche Ausprägung, verursacht durch Menschen- und Tierbisse (insbesondere Katze, Hund)

1. Wahl

  • Amoxicillin / Clavulansäure
    Tagesdosis: 3 x 875 mg / 125 mg
    Applikationsform: p.o.
    Therapiedauer/Tage: 3- 5 Tage zur Prophylaxe, 5-10 Tage zur Therapie
    Evidenz-/Empfehlungsgrad: B
    Referenz:

    PEG 2018

    Härtel C, Nenoff P, Rabsch W, Rolle U, Al Hab A, Bialek R. Infektionen durch Haustiere, In: Handbuch. Infektionen bei Kindern und Jugendlichen. Hrsg. Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI): H. Scholz, B. H. Belohradsky, R. Bialek, U. Heininger, H. W. Kreth, R. Roos. 8., vollständig überarbeitete Auflage, Georg Thieme Verlag KG Stuttgart, 2024

     

    Kommentar:
    Stand: 26.05.2025

Therapie bei Penicillinallergie

  • Doxycyclin*
    Tagesdosis: 2 x 100 mg
    Applikationsform: p.o.
    Therapiedauer/Tage: 3- 5 Tage zur Prophylaxe, 5-10 Tage zur Therapie
    Evidenz-/Empfehlungsgrad: B
    Referenz: PEG 2018
    Kommentar: * Bei Menschenbiss. Nachbeobachtung für den Fall, dass gramnegative Erreger oder resistente Streptokokken vorliegen! Dann Therapie nach Antibiogramm. Einnahme ohne Milch-, Milchersatzprodukte und Ca2+reiche Getränke! Aufklärung über das Risiko von phototoxischen Hautreaktionen besonders im Sommer. Lichtschutzmittel anwenden.
    Stand: 26.05.2025
Fachbereich: Haut- und Weichgewebeinfektionen
Krankheit Oberbegriff: Bakterielle Infektionen
Krankheitsbild: Bissverletzung
Symptomatik: jegliche Ausprägung, verursacht durch Menschen- und Tierbisse (insbesondere Katze, Hund)
Erreger: Pasteurella multocida (seltener auch P. canis, P. dagmatis, P. aerogenes, P. pneumotropica), S. aureus u.a. Staphylokokken, Streptokokken, Anaerobier (z.B. Eikenella corrodens insbesondere nach Menschenbissen)
Bemerkungen: Antibiotika-Prophylaxe immer, wenn folgende Indikatoren nicht sicher ausgeschlossen werden können: mäßige bis schwere und tiefe Bisswunde, Bisse in Hand und Gesicht, Wunde bis Periost oder Gelenkkapsel, Immunsuppression/-defizienz, Leberinsuffizienz, Z. n. Milzextirpation, Ödeme im betroffenen Gebiet. Tetanus-Impfstatus und ggf. auch Tollwutrisiko überprüfen!
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