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Empfehlung zur Antibiotikatherapie

Spezifische Infektionen - gezielte Therapie - Pertussis (Keuchhusten)

1. Wahl

  • Azithromycin
    Tagesdosis: 1. - 6. Monat: 10 mg/kg KG/Tag; ab 6. Monat: Tag 1: 1 x 10 mg/kg KG/Tag (max. 500 mg), Tag 2 - 5: 1 x 5 mg/kg KG/Tag (max. 250 mg)
    Applikationsform: p.o.
    Therapiedauer/Tage: 5 Tage
    Evidenz-/Empfehlungsgrad: Konsensstärke: 100%
    Referenz: CAP S2k-Leitlinie Kinder und Jugendliche 2024 Antimikrobielle Therapie 4. Auflage AB-Therapie i.d. ambulanten Pädiatrie 2024
    Kommentar: Antibiotika beenden die Ansteckungsfähigkeit innerhalb von 5 Tagen, verkürzen aber den Krankheitsverlauf nur bei Therapiebeginn bis zum frühen Stadium convulsivum. Geimpfte Kontaktpersonen sind weitgehend geschützt. Chemoprophylaxe besonders im Umfeld von nicht vollständig geimpften Säuglingen bzw. Kindern mit kardialer oder pulmonaler Grunderkrankung.
    Stand: 16.09.2025
  • Clarithromycin
    Tagesdosis: 2 x 15 mg/kg KG/Tag (max. 1 g)
    Applikationsform: p.o.
    Therapiedauer/Tage: 7 Tage
    Evidenz-/Empfehlungsgrad: Konsensstärke: 100%
    Referenz: CAP S2k-Leitlinie Kinder und Jugendliche 2024 Antimikrobielle Therapie 4. Auflage AB-Therapie i.d. ambulanten Pädiatrie 2024
    Kommentar: Clarithromycin wird bis zum Ende des ersten Lebensmonats nicht empfohlen. Antibiotika beenden die Ansteckungsfähigkeit innerhalb von 5 Tagen, verkürzen aber den Krankheitsverlauf nur bei Therapiebeginn bis zum frühen Stadium convulsivum. Geimpfte Kontaktpersonen sind weitgehend geschützt. Chemoprophylaxe besonders im Umfeld von nicht vollständig geimpften Säuglingen bzw. Kindern mit kardialer oder pulmonaler Grunderkrankung.
    Stand: 16.09.2025
Fachbereich: Atemwegs-/HNO-Infektionen
Krankheit Oberbegriff: Atemwegsinfektionen Kinder
Krankheitsbild: Spezifische Infektionen - gezielte Therapie
Symptomatik: Pertussis (Keuchhusten)
Erreger: Bordetella pertussis, Bordetella parapertussis
Bemerkungen: Im Erkrankungszeitraum der ersten 2 – 3 Wochen nach Hustenbeginn: respiratorische Multiplex-PCR als schnellste und aussagekräftigste Methode aus tiefen Nasopharyngealabstrichen oder Sekreten/Materialien, die beim Absaugen gewonnen wurden. Ab der 3. Krankheitswoche: serologischer Nachweis von Pertussis-Toxin-IgG, da vom Körper dann messbare Antikörper gebildet werden. Vordere Rachenabstriche oder Abstriche aus dem vorderen Nasenraum sind ungeeignet, da sich Bordetellen vorrangig auf dem Flimmerepithel des hinteren Nasopharynx ansiedeln.
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